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ENSI Erfahrungs- und Forschungsbericht 2011
getestet. Die /-Separation beim Hidex 300 SL
basiert auf Folgendem: Sowohl der - als auch
der -Puls bestehen je aus einem Anstieg, der
nur 1-10 ns dauert. Der Zerfall der beiden Pul-
se ist jedoch eindeutig unterschiedlich; der -Puls
weist eine längere Verweilzeit als der -Puls auf.
Beim Hidex 300 SL wird das Verhältnis von Zer-
fall und Anstieg der Pulse berechnet und als Puls-
längenindex (PLI) dargestellt. Wird ein PLI gesetzt,
dann werden alle Punkte oberhalb der PLI-Linie
als -Pulse betrachtet und die Werte darunter als
-Pulse. Mit der z-Achsenfunktion kann man den
2D-Plot in der «Höhe» verstellen und somit kann
im Bild die Basis bis zu der Spitze des Peaks be-
trachtet werden (siehe «Z-Axis Maximum» in Figur
8). Liegen die - und -Peaks nahe beieinander, so
besteht unter Verwendung der Gain-Funktion eine
weitere Möglichkeit, die Peaks optisch deutlicher
auseinanderzuhalten. Somit kann die Einstellung
des PLI-Wertes optimiert werden (Fig. 8).
Bei der TDCR-Technik (tripple to double coinci-
dence ratio) werden statt der üblichen zwei drei
Photomultiplier für die Szintillationsmessung ver-
wendet. Gemessen werden die Trippel-Koinzidenz-
ereignisse aller drei Photomultiplier im Vergleich
zu den Doppel-Koinzidenzereignissen von jeweils
zwei Photomultipliern (also insgesamt 3 Doppel-
koinzidenzereignisse). Die TDCR- Technik hat nun
den Vorteil, dass leichte Quencheffekte nicht mit
einer separaten Quenchkurve korrigiert werden
müssen. Da sich Quencheffekte bereits bei den
Double- und noch stärker bei den Tripple-Ereig-
nissen bemerkbar machen, wird als Funktion des
Quenching der TDCR-Wert geringer und damit
die Zählausbeute kleiner. Solange die Zähleffizi-
enz 20 % übersteigt, besteht ein linearer Zusam-
menhang zwischen dem TDCR-Wert und der Zähl-
effizienz.
(11/8) Aufarbeitung und Dokumentation
der Studien in n-Dosimetrie mit neuer
Auswertetechnik für CR-39-Detektoren
Im Rahmen dieses Teilprojektes wurde ein Indus-
triepraktikant des NE-Masterkurses der ETHZ be-
treut, der CR-39-Detektor-Materialien von drei
verschiedenen Herstellern (Thermo Electron, TASL
und Chiyoda Technol Corporation) miteinander
verglich. Die Studie konzentrierte sich einerseits
auf Untergrunddetektoren und andererseits auf
Detektoren, die vorgängig mit 3 mSv bestrahlt
wurden. Die Ergebnisse der Studie sollen bei der
IRPA2012 in Glasgow präsentiert werden. Dazu
wurde ein Abstract im Herbst 2011 eingereicht.
Im Weiteren wurde an der Vergleichsmessung für
Neutronen-Personendosimeter der PTB teilgenom-
men und die Ergebnisse in der AN-96-11-72 [1]
zusammengefasst.
Nationale Zusammenarbeit
Ein reger wissenschaftlicher Austausch findet mit
dem Institut de Radiophysique (IRA) statt, der ein-
mal jährlich mit dem PSI-IRA-Kolloquium a/jointfilesconvert/360025/bgerun-
det wird, in dem eine Reihe der wissenschaftlichen
Projekte vorgestellt wird. Das diesjährige Kolloqui-
um wurde jedoch aus zeitlichen Gründen auf das
Frühjahr 2012 verschoben.
Internationale Zusammenarbeit
Die Sektion Messwesen ist in mehreren Arbeits-
gruppen von EURADOS («European Radiation Do-
simetry Group») vertreten, die die Zusammenar-
beit auf dem Gebiet der Dosimetrie ionisierender
Strahlung im europäischen Raum fördert. Anfang
des Jahres veranstaltet EURADOS immer die Jah-
resversammlung, diesmal in Prag, bei der alle Ar-
beitsgruppen zusammenkommen. Während des
Jahres tagen die einzelnen Arbeitsgruppen an un-
terschiedlichen Orten.
Bewertung 2011
und Ausblick 2012
Die Projektziele 2011 wurden gemäss den Verein-
barungen zur Zusammenarbeit in der generischen
Strahlenschutzforschung aus der Sicht des PSI er-
reicht. Für das Jahr 2012 sind die Weiterführung
der Doktorarbeit und deren Fachbegleitung, teils
Weiterführungen von bereits bestehenden Projek-
ten und teils neue geplant, die gemeinsam mit
dem ENSI definiert werden.
Publikationen
❚ M. Jaeggi, S. Roellin, J. Alvarado-Cortez and
Eikenberg, J. Determination of
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Pu in nuc-
lear waste slurries: a comparative study using
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