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ENSI Erfahrungs- und Forschungsbericht 2011
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1.5.1 STARS – Safety Research in
Relation to Transient Analysis
for the Reactors in Switzerland
Auftragnehmer: Paul Scherrer Institut PSI
ENSI-Projektbegleiter: Torsten Krietsch, Andreas
Gorzel
Bericht der Forscher in Anhang A
Einleitung
Mit dem Projekt STARS wird die seit 1988 erfolg-
reiche Zusammenarbeit zwischen dem ENSI und
dem PSI im Bereich der Sicherheitsanalysen fortge-
setzt. Die Aufgabe des STARS-Projekts ist die Pfle-
ge und Weiterentwicklung von Methoden und Re-
chenprogrammen für die Durchführung von de-
terministischen Sicherheitsanalysen. Diese schlies-
sen das Anlageverhalten vom Normalbetrieb bis zu
auslegungsüberschreitenden Störfällen (bis zum
evtl. Kernschmelzen) ein.
Projektziele des Berichtsjahres und
wichtige Ergebnisse
Brennstoffverhalten
Die Weiterentwicklung und Validierung des Brenn-
stoffprogramms FALCON für die Simulation von
Kühlmittelverlust- und Reaktivitätsstörfällen wur-
de fortgesetzt. Insbesondere wurde am OECD-
Haldenreaktor anhand der Vorausberechnungen
mit FALCON ein Kühlmittelverlusttest mit einem
Brennstabsegment aus dem Kernkraftwerk Leib-
stadt (KKL) durchgeführt, der die Eignung von
FALCON bestätigte. Für Kühlmittelverlusttests im
Rahmen des japanischen ALPS-Forschungspro-
jekts konnten die wichtigsten Parameter sehr ge-
nau simuliert werden. Die Teilnahme an einem Ver-
gleichstest (Benchmark) im Rahmen der OECD/
NEA für die Berechnung von Reaktivitätsstörfällen
zeigte ebenfalls die Eignung von FALCON auf, wo-
bei auch eine Schwachstelle hinsichtlich der quan-
titativen Beschreibung der Hüllrohrdehnung er-
kannt und behoben wurde.
Reaktorkern
Eine Unterkanal-Analysemethode für die Bestim-
mung des Abstands zum Filmsieden (Departure
from Nucleate Boiling, DNB) in Brennelementen
wurde weiterentwickelt. Die Nachrechnung eines
OECD-Benchmarks zum DNB-Verhalten zeigte
eine gute Übereinstimmung, wobei die berech-
nete DNB-Leistung meist etwas kleiner ausfiel, d.
h. konservativ war. Die Einführung des Brennstab-
gitter-Programms CASMO-5M wurde verstärkt
betrieben. Die Leistungsverteilung im Reaktor
konnte damit sehr gut reproduziert werden, wo-
bei aber noch grössere Abweichungen von der
kritischen Borkonzentration festgestellt wurden,
die noch untersucht werden. Im Rahmen des EU-
Projekts NURISP wurde das Brennsta/jointfilesconvert/360025/bgitter-Pro-
gramm APOLLO weiterentwickelt. Benchmark-
Rechnungen für Druck- und Siedewasserreaktoren
(DWR, SWR) zeigten die Eignung für Uranoxid-
und Mischoxid-Brennstoff. Die Validierungsbasis
für SWR-Stabilitätsanalysen mit dem Rechenpro-
gramm SIMULATE-3K wurde anhand älterer KKL-
Stabilitätstests erweitert. Es zeigte sich eine sehr
gute quantitative Beschreibung des Schwingungs-
verhaltens. Nur bei einem weiter in der Vergan-
genheit liegenden Test (Zyklus 10) gab es grössere
konservative Abweichungen, die wohl auf die zu
diesem Zeitpunkt deutlich anderen Brennelement-
typen zurückzuführen sind.
Systemverhalten
Die Modellierung der schweizerischen Kernan-
lagen mit dem Systemcode TRACE wurde durch
STARS konsequent fortgesetzt. Es wurden me-
thodische Neuentwicklungen für die bestehen-
den schweizerischen Reaktoren durchgeführt. Die
Modelle wurden anhand verschiedener Methoden
validiert: mittels Nachrechnungen für Transienten
bestehender Anlagen, Experimenten an grosstech-
nischen Versuchsanlagen im Rahmen von Bench-
mark-Programmen oder durch den Vergleich mit
anderen Rechenprogrammen, deren Eignung be-
reits nachgewiesen war.
Weitere Schwerpunkte der Entwicklung liegen im
Bereich der Kopplung von Methoden, beispiels-
weise des Systemcodes TRACE mit Simulations-
programmen für die Fluiddynamik (Computational
Fluid Dynamics CFD). Erste Untersuchungen mit
dem FLICA-4-Code für Unterkanalanalysen und
für Abschätzungen des Filmsiedeabstandes (De-
parture from Nucleate Boiling DNB) bei Druckwas-
serreaktoren wurden durchgeführt. Kopplungen
zwischen TRACE und CFX wurden validiert un-
ter Verwendung von Ergebnissen des FLORIS-Ver-
suchsstands.
Im Bereich Multiphysik und Unsicherheitsanaly-
sen erfolgen vorwiegend dynamische Kopplungen
der Thermohydraulik des Reaktors und des Primär-
kreislaufs mit der dreidimensionalen Kinetik des
Reaktorkerns. Die Verifikation der Kopplung zwi-
schen TRACE und S3K wurde mit der Teilnahme
an der Analyse des OECD/NEA-Benchmarks zum
Frischdampfleitungsbruch an Druckwasserreak-
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