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ENSI Erfahrungs- und Forschungsbericht 2011
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ereignisse erfasst. Mit Stand Ende 2011 sind so-
mit insgesamt 97 Ereignisse erfasst worden. Davon
sind 82 Meldungen überprüft und in der Daten-
bank für die Mitgliedländer zugänglich. Die rest-
lichen 15 Ereignisse werden nach den Kriterien der
Datenerfassungs-Richtlinien (Coding Guidelines)
durch das Team des OA geprüft und anschliessend
in die Datenbank aufgenommen. Von der Schweiz
ist bis jetzt lediglich ein Ereignis eingegeben wor-
den, was unter anderem daran liegt, dass erst bei
einem Werk der Reaktorschutz in digitaler Leit-
technik ausgerüstet wurde.
Die Mitglieder der SG des Projekts COMPSIS ha-
ben im Rahmen ihres letzten Meetings im Novem-
ber einen Bericht über die vergangene Projektpha-
se verfasst. Der Bericht wurde per Ende Jahr 2011
zu Handen des Committee for the Safety of Nucle-
ar Installations (CSNI) eingereicht.
Bedeutung des Projekts,
Beitrag zur nuklearen Sicherheit
Das Projekt soll Daten zu Ausfällen und Fehlern in
digitalen Leittechniksystemen in einer Datenbank
bereitstellen. Diese Datenbank liefert Informati-
onen über die Grundursachen und Fehlerarten und
über die wechselseitige Beeinflussung von Hard-
ware und Software. Die Datensammlung erfolgt
unabhängig von der Sicherheitsrelevanz der Leit-
systeme, um eine grössere Datenbasis zu erhalten.
Die COMPSIS-Datenbank liefert Informationen
über die Betriebserfahrung vieler Kernkraftwerke
aus verschiedenen Ländern. Diese Erkenntnisse
können auch bei der Begutachtung und bei In-
spektionen von rechnerbasierten Systemen ver-
wendet werden.
Ausblick
Die laufende Projektphase (2008–2010/11) wur-
de mit dem Bericht per Ende November 2011 ab-
geschlossen. Der Bericht konnte bis zur CSNI-Sit-
zung im Dezember nicht von allen Mitgliedern der
Programme Review Group eingesehen werden
und soll voraussichtlich an der chsten Sitzung
dem CSNI vorgelegt werden. Die Weiterführung
des COMPSIS-Projekts ist wegen mangelnder Be-
teiligung der Mitgliedsländer fraglich. Der defini-
tive Entscheid darüber soll im Juni 2012 anlässlich
des nächsten Treffens gefasst werden. Damit die
Erkenntnisse aus dem COMPSIS-Projekt weiter ge-
nutzt werden können, soll auch geprüft werden,
ob eine Zusammenlegung mit anderen Projekten
sinnvoll wäre.
1.2.3 OECD ICDE – International
Common-Cause Failure Data
Exchange
Auftragnehmer: OECD-NEA
ENSI-Projektbegleiter: Roland Beutler
Einleitung
Das International Common-Cause-Failure-Data-
Exchange-Projekt (ICDE) wird seit 1998 unter der
Federführung der OECD Nuclear Energy Agen-
cy betrieben. Generelles Ziel dieses Projekts ist
die Förderung des internationalen Erfahrungsaus-
tausches über sogenannte Common-Cause-Failu-
re-Ereignisse (CCF). Dies sind Ereignisse, bei de-
nen gleichartige Fehler an mindestens zwei Kom-
ponenten aufgrund einer gemeinsamen Ursache
auftreten. Im Projekt werden Daten zu CCF-Er-
eignissen von verschiedenen Komponententypen
gesammelt, ausgewertet und die Erkenntnisse in
Projektberichten veröffentlicht. Zurzeit beteiligen
sich am ICDE-Projekt neben der Schweiz zehn wei-
tere Länder, in denen der Grossteil der weltweiten
Kernkraftwerke betrieben wird. Das Projekt wird
durch Beiträge der beteiligten Länder finanziert.
Die Phase VI des Projekts wurde im April 2011 ge-
startet und wird bis Dezember 2014 dauern.
Projektziele des Berichtsjahres
und wichtige Ergebnisse
Aufgrund der Fukushima-Ereignisse wurde das
erste der beiden hrlichen ICDE-Projekt-Treffen
im Frühjahr 2011 annulliert. Daher haben sich ver-
schiedene Arbeiten verzögert. Im Jahr 2011 konn-
ten insbesondere folgende Arbeiten durchgeführt
werden:
Datenerfassung: Im Berichtsjahr wurden wei-
tere Ereignisse in die ICDE-Datenbank aufge-
nommen. Die Datenbank enthält insgesamt an-
nähernd 1600 potenzielle oder effektive CCF-Er-
eignisse r 10 verschiedene Komponententypen.
Kodierungsrichtlinien: In den sogenannten
Kodierungsrichtlinien werden die Anforderun-
gen an die Datenerfassung von spezifischen
Kom ponententypen festgelegt. Von Zeit zu Zeit
werden diese Kodierungsrichtlinien überarbei-
tet. Wie geplant wurde an der Entwicklung der
folgenden Kodierungsrichtlinien gearbeitet:
Eine neue Version der Kodierungsrichtlinie für
den Komponententyp Lüfter liegt vor und wur-
de den teilnehmenden Ländern zur Stellung-
nahme geschickt.
Eine überarbeitete Version der Kodierungs-
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