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ENSI Erfahrungs- und Forschungsbericht 2011
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komponentenbezogener Brand-Eintrittshäufig-
keiten diskutiert (Möglichkeit der Erhebung der
Anzahl von Komponenten in Kernkraftwerken, Er-
hebung der erfassten Zeiten des Lastbetriebs und
des Stillstands von Kernkraftwerken). Die Auswer-
tung der Datenbank bezüglich raumbezogener
Brand-Eintrittshäufigkeiten wurde a/jointfilesconvert/360025/bgeschlos-
sen. Der Bericht (Topical Report) zu hochenerge-
tischen Lichtbögen konnte nicht wie geplant fer-
tiggestellt werden, da den mit dieser Aufgabe be-
trauten Ländervertretern im Jahr 2011 wegen der
erforderlichen Aufarbeitung der Ereignisse in Fu-
kushima kein ausreichendes Zeitbudget zur Verfü-
gung stand. Der Bericht soll neu im Frühjahr 2012
verabschiedet werden. Damit wurden die Projekt-
ziele für 2011 nur teilweise erreicht. Das Budget
wurde eingehalten.
Bedeutung des Projekts,
Beitrag zur nuklearen Sicherheit
Das Committee on the Safety of Nuclear Installa-
tions (CSNI) führte eine Untersuchung zum Rei-
fegrad der probabilistischen Brandanalysen für
Kernkraftwerke durch. Basierend auf einer Umfra-
ge in den Kernenergie produzierenden OECD-Mit-
gliedsstaaten wurde das Sammeln zuverlässiger
Brandereignisdaten als einer der wichtigsten Punkte
zur Weiterentwicklung der Brandanalyse identifi-
ziert. In der Folge beschloss das CSNI, das Projekt
OECD FIRE zu initiieren. Da Brandereignisse in Kern-
kraftwerken sehr selten sind, war ein Zusammen-
schluss auf internationaler Basis zwingend notwen-
dig. In der Schweiz unterhalten alle vier Kernkraft-
werk-Betreiber eine werkspezifische Brand-PSA.
Diese Analysen sind, wie die gesamte PSA, regel-
mässig zu aktualisieren und dem Stand der Tech-
nik anzupassen. Sowohl für diese Weiterentwick-
lung der Brand-PSA als auch für deren Überprüfung
durch das ENSI ist eine belastbare, auf realen Brand-
ereignissen basierende Datenbasis wichtig.
Ausblick
Die Daten zu neu auftretenden Brandereignissen
sollen weiterhin laufend erhoben und die Daten-
bank soweit möglich durch weitere Brandereig-
nisse aus der Vergangenheit ergänzt werden. Fer-
ner sollen jährlich im Rahmen der Projektsitzungen
konkrete Auswertungen der Datenbank festgelegt
werden. Diese sollen nicht nur Fragestellungen der
teilnehmenden Länder beantworten, sondern da-
rüber hinaus weitere Länder motivieren, dem Pro-
jekt beizutreten, Brandereignisdaten beizusteu-
ern und von der Datenbank zu profitieren. In An-
betracht der geringen Anzahl neuer Brandereig-
nisse kommt dieser Möglichkeit, die Datenbasis
zu verbreitern, eine grosse Bedeutung zu. Als Ziel
für das Jahr 2012 ist der Abschluss der Auswer-
tungen der Datenbank bezüglich hochenerge-
tischer Lichtbögen vorgesehen. Als weiteres Ziel
wird die Bestimmung komponentenbezogener
Brand-Eintrittshäufigkeiten angestrebt. Da dies
weiter gehende Datenerhebungen zur kraftwerks-
spezifischen Anzahl von Komponenten der ver-
schiedenen Gruppen voraussetzt, ist dieses Ziel nur
langfristig zu erreichen.
1.3 Externe Ereignisse
Neben den Schäden, die durch Ereignisse innerhalb
eines Kernkraftwerks entstehen können, berück-
sichtigen die Sicherheitsanalysen für Kernkraft-
werke auch Ereignisse, die eine Anlage von aus-
sen treffen können. Das ENSI unterstützt zu die-
sem Bereich mehrheitlich internationale Projekte
unter Federführung der OECD, der Internationa-
len Atomenergie-Agentur IAEA und der finnischen
Forschungseinrichtung VTT. Einerseits wird die Ro-
bustheit von sicherheitsrelevanten elektrischen
Sys temen gegenüber den Auswirkungen von
Überspannungen betrachtet; diese können vom
Hochspannungsbereich ausgehen und sich wegen
ihres hohen Energiegehalts auf eine grosse Zahl
von Kraftwerkssystemen negativ auswirken. An-
dererseits geht es um die Auswirkungen von Erd-
beben und Flugzeugabstürzen auf die Tragwerke
von sicherheitsrelevanten Gebäuden. Weil dabei
aufwendige Experimente und Simulationen durch-
geführt werden, ist die internationale Zusammen-
arbeit wichtig. Zugleich wird der Erfahrungsaus-
tausch zwischen den Ländern gefördert. Speziell
auf die Schweizer Verhältnisse zugeschnitten ist
schliesslich die Arbeit der Expertengruppen Stark-
beben des Schweizerischen Erdbebendienstes SED.
1.3.1 OECD DIDELSYS – Defence In
Depth in ELectrical SYStems
and Grid Interaction
Auftragnehmer: OECD-NEA
ENSI-Projektbegleiter: Franz Altkind
Einleitung
Bei dem Projekt DIDELSYS geht es um Auswir-
kungen von Überspannungen, welche in einem
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